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Riesentagung in Potsdam

Ronny F. Schulz  und Silke Winst organisieren im März die interdisziplinäre Tagung zu Riesen in der mittelalterlichen Literatur. Endlich findet eine Tagung zu meinem Dissertationsthema statt!

Von Riesen und Riesinnen wird in mittelalterlicher Literatur häufig erzählt. In verschiedenen literarischen Gattungen erscheinen diverse Riesen: Sie agieren als Antagonisten des Helden, können jedoch ebenso als seine Verbündeten oder gar als ‚Spiegelung‘ des Protagonisten erscheinen. Erzählt wird von beweglichen Grenzen zwischen dem ‚Menschlichen‘ und dem ‚Außermenschlichen‘, die über grundlegende Vorstellungen von Identität Aufschluss geben. Die Tagung soll sich diesen wichtigen Figuren mittelalterlicher Literatur mit neuesten kulturwissenschaftlichen und narratologischen Ansätzen nähern. Zudem sollen Riesinnen und Riesen in einem interdisziplinären Zusammenhang verortet werden: Nicht nur die deutschsprachige Literatur steht im Zentrum der Betrachtung, sondern auch skandinavische, französische, englische und keltische Texte werden in den Blick genommen.

Die Beiträge der Tagung behandeln Fragen nach Differenz und Fremdheit, Gender und Körper sowie Religion, Herrschaft und Gewalt, aber auch nach Raumvorstellungen und Genealogie, die mit den Riesinnen und Riesen verbunden sind. Zudem werden die spezifische Literarizität dieser Entwürfe und die narratolo­gischen Implikationen der Riesenfiguren in mittelalterlicher Literatur untersucht.

Ich freue mich schon sehr auf die Vorträge und vor allem die Gespräche. Ich scheine nicht allein zu sein: Riesen sind in der Forschung zur Zeit wohl wieder  en vogue. Der dazugehörige Tagungsband soll im Herbst erscheinen.

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Tagung Oratorik und Literatur

Royal 20 B.XX, f.29v

Die Tagung zum Thema „Oratorik und Literatur – Politische Rede in fiktionalen und historiographischen Texten des Mittelalters und der Frühen Neuzeit“ findet vom 03. – 05. November 2016 an der Universität Hamburg statt.

Ziel der interdisziplinären Tagung ist es, literarische Traditionen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, etwa den höfischen Roman, die Tierepik, den Prosaroman, das Drama oder das Lied als eigene Reflexionsmedien vormoderner politischer Redekultur zu profilieren. Zugleich soll nach den Interferenzbereichen gefragt werden, in denen sich literarisch-fiktionale Textsorten und solche mit historiographischem Anspruch überschneiden.

Die Organisatoren Malena Ratzke, Christian Schmidt und Britta Wittchow freuen sich über zahlreiche Interessierte im Warburghaus.

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